Programm

Benjamin Amaru

Benjamin Amaru

Concert

26. April

 «Ich bin vor allem darauf fixiert, meinen Musikstil nicht zu fixieren. Ich will einen Katalog aufbauen, der mehr zeigt als nur eine musikalische Persönlichkeit. Er soll den Werdegang eines sich entwickelnden Musikers dokumentieren.» 

2018 schickte Benjamin Amaru seine erste Single auf ihre digitale Weltreise. Das Stück hiess «Water Falls», der Künstler hatte gerade seinen zwanzigsten Geburtstag gefeiert. Aber wie der tapsige Gehversuch eines Anfängers klang «Water Falls» beileibe nicht. Schon mit den luftigen elektronischen Marimba-Riffs, die durch den Track führten, legte Amaru sein feines Gespür für ungewöhnliche Arrangements an den Tag. Derweil glitt die Stimme heiter wie ein Surfer über die Wellen der elastischen Melodie, wirkte im souligen Troubadour-Register genauso locker wie im Falsett, in welchem er seine «Backing Vocals» gleich selbst besorgte. Es ist der frühreife «Blueprint» für alles, was Amaru seither komponiert hat. Und klingt doch ganz anders als die Musik, die er heute kreiert. 

Improvisation und Spontaneität, dazu ein offenes Ohr und die Bereitschaft, auf querschlägerische Einfälle einzugehen: es sind die Grundsteine von jedem Amaru-Lied. «Im Studio kommt mir eine Melodie, ich spiele sie einhundert, zweihundert Mal, dann hocke ich hin und frage mich: was heissen diese Töne? Ich entwickle gern eine musikalische Struktur, die ich dann in mich hinein singe, bis nur noch Worte herauskommen, die für diesen Song da sind. Das geht 15 Minuten, manchmal 30, manchmal zwei Stunden, oder ein paar kurze Etappen über die Woche hinweg. Immer aber muss es direkt kommen, sonst schmeisse ich alles über den Haufen.»