#copop20
Zoe Graham

Zoe Graham

Glasgow / UK

Samstag 25.04

Helios37
Heliosstraße 37
50825 Cologne

Eintritt frei

Wenn wir all unsere Geheimnisse vor der bewussten Welt bewahren, wird uns der Schlaf trotzdem verraten? Auf der neuen Single 'Sleep Talking' untersucht Zoe Graham, was mit geschlossenen Augen und weit geöffnetem Herzen über vier Minuten glitzernden elektronischen Pop geschieht - ein Stil, der mit derselben Ausstrahlung wie Christine and the Queens oder Purity Ring vom Feinsten glänzt.

Graham schrieb das Lied aus eigener Erfahrung. Denn sie entliebte sich und hielt ihre wahren Gefühle verborgen: "Ich wachte mitten in der Nacht mit kaltem Schweiß auf und dachte, ich hätte meine Gefühle laut zugegeben", sagt sie und fügt hinzu: "Ein erschreckendes Gefühl, dass die Person, die mir wirklich wichtig ist und die direkt neben mir liegt, es vielleicht gehört haben könnte, und die Verwirrung, ob ich überhaupt etwas gesagt habe”.

Im Kern ist "Sleep Talking" ein Lied über die Unfähigkeit, ehrlich zu den Menschen zu sein, die uns am nächsten stehen - und zu uns selbst. Das Lied zeigt Grahams Talent für eleganten Minimalismus in jedem Element ihrer Arbeit - von verspielten Texten (“God bless this mess, it turned out to be a heaven send") bis hin zu spärlichen Klavier- und elektronischen Rhythmen. Sie ist erst 22 Jahre alt, aber für eine Künstlerin, die sich selbst noch entdeckt, ist ihre lyrische Leistung bemerkenswert.

Das Musikvideo des Songs hält sich an diese akustische Ästhetik: ein wirbelnder Traum in Monochrom, der die Geschichte ihrer nächtlichen Visionen erzählt. Es wurde über zwei lange Tage in der Pipe Factory in den Barras in Glasgow gefilmt und war ein ehrgeiziges Projekt: "Die Idee war, drei Caravaggio-Gemälde nachzustellen, die als die Visionen fungieren sollten, auf die ich im Traum stolpere", erklärt Graham. "Nach vielen Diskussionen änderten sich die Details ein wenig. Ich wollte die Geschichte wirklich erzählen, indem ich ein Gemälde aus der Barockzeit nachbaue”. Anstatt mehrere Gemälde zu schaffen, beschlossen Zoe Graham und der Regisseur Kieran Howe, ein einziges Gemälde zu schaffen, das im Laufe des Videos langsam Stück für Stück enthüllt werden sollte - "The Descent From The Cross" von Peter Paul Ruben. In dem Video stellt jede Figur in dem Bild die Phasen der Trauer dar, wobei jedes einzelne Stadium einen integralen und notwendigen Prozess bildet, dem sich die Künstlerin auf ihrer Reise stellen muss.

Wie alle großen Reisen muss irgendwann ein Ende kommen, bevor die Wahrheiten, die wir vor dem Tageslicht verbergen, uns zu entlarven drohen. "Die Trennung war von beiden Seiten sehr reif und bewusst", sagt die Künstlerin über die Beziehung, die das 'Sleep Talking' inspiriert hat. "Für mich war es auch ein letztes Ausatmen der Wahrheit, als hätte ich eine große Angst besiegt - und die meisten Dinge, über die ich mir Sorgen gemacht hatte, waren alle in Ordnung. Unabhängig davon, wie und wo wir uns ausdrücken wollen, findet das Herz am Ende seine eigenen Schlussfolgerungen.

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