#copop20
Shelter Boy

Shelter Boy

Deutschland

Sonntag 26.04

Eintritt frei

Shelter Boy ist das musikalische Bindeglied zwischen ähh, naja ... ist irgendwie auch egal. Anfangs oft als deutscher Mac DeMarco bezeichnet, hat ShelterBoy schnell seinen ganz eigenen Stil gefunden und vermischt die verträumten Gitarrensounds mit einer Rauheit, die eher an King Krule erinnert. Das Ergebnis kann irgendwo zwischen Indie-Rock und Dreampop eingeordnet werden.

Auf seiner Debüt-EP Mirage Morning (2019) überlagert eine überraschende Mühelosigkeit die eigentliche Auseinandersetzung mit seiner komplexen Gefühlswelt. So bewegt man sich zwischen der Euphorie nach einem gestandenen Backside Heelflip und dem ständigen Struggle des Alltags.

Shelter Boy möchte sich selbst verorten, in den Wirren seines Daseins. Es sind lange Tage und noch längere Nächte die ihn zu seinen Songs inspirieren, die in Eigenregie in seiner Wohnung entstehen. Seine Demos, auf Spotify als Mirage Morning (Home Recordings) verfügbar, werden im Berliner Studio der befreundeten Produzenten Sebastian Schütze & Bernhard Pausch veredelt.

Bevor Ende Januar 2020 seine eigene ersten Headline Tour durch die Republik stattfindet, veröffentlicht er am 24.01.2020 seine neue EP „Rock’n’Roll saved my Childhood (lel)“ auf seinem Label ZG500 Records (administriert von der Filter Music Group). „Rock’n’Roll saved my Childhood (lel)“ zeigt die rasche Weiterentwicklung und die Motivation des Shelter Boys auf, ohne übereilt zu wirken. Mit „Let em Go“ und „Use Me“ wurde die Vielseitigkeit der EP bereits angedeutet, zum Namen der EP sagt er selbst: „Zum einen ist das irgendwie wahr, denn die Musik von Dylan, den Beatles und so weiter haben mich tatsächlich irgendwie durch meine Teenagerjahre gebracht. Ich bin in einer sehr provinziellen Ecke von Sachsen groß geworden und da beschäftigen sich eben die meisten Leute mit Autos, Fitness oder Sonstigem. Ich hab in der Zeit eben Musik gehört und angefangen zu machen. Auf der anderen Seite ist die ganze Sache auch nicht 100% ernst zu nehmen. Ich fand´s einfach witzig etwas Wichtiges, wie den Titel eines Tonträgers mit unserer heutigen Sprache nichtig zu machen. Nicht mehr und nicht weniger, vielleicht ärgere ich mich auch irgendwann drüber, wer weiß das schon.“

Ein übergeordnetes Thema der EP gibt es nicht wirklich, viel mehr ist sie eine Momentaufnahme der aktuellen Situation des Shelter Boys. Was aber trotzdem beim Hören auffällt ist, dass die Platte durchaus mehr HipHop Einflüsse bekommen hat. Man fühlt, dass die Songs deutlich konkreter zum Vorgängerwerk geworden sind und wie Shelly seinen eigenen Style nochmal genauer definiert hat.

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