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Gianni Mae

Gianni Mae

Wunderkinder - German Music Talent

Wunderkinder – German Music Talent

Gianni Mae wird Anfang der Neunzigerjahre in Curacao geboren. Schon früh will sie auf der Bühne stehen. Als Kind gewinnt sie bei Talentshows, als Jugendliche bei Miss-Wahlen. Musik ist damals schon omnipräsent in ihrem Leben, ihre Eltern hören alte US-Soul-Platten, im Radio läuft Salsa und Rumba. Doch als sie volljährig ist, entscheidet sich Gianni: Sie will Rapstar werden. Wie Missy Elliott, wie die frühe Nicki Minaj.
Gianni gründet 2014 mit zwei Freundinnen das Trio Diva Squad. Mit rotzfrechem Rap auf Papiamentu, der auf den ABC-Inseln gesprochenen Kreolsprache, werden sie mit wenigen Songs zu regionalen Stars. Doch den damals noch semi-professionellen Approach legen die Girls erst ab, als sie zu zweit weitermachen – in Holland als Duo Junglebae. Sie connecten in Rotterdam mit einigen der besten holländischen Produzenten, u.a. Boaz van de Beatz und Ronnie Flex. Der Sound wird stringenter und schichtweg hittiger. Es folgen Radiohits und mehr als eine Million Klicks auf Spotify und YouTube, Junglebae spielen Festivals in Holland und finden auch international Anklang. Gianni fühlt sich künstlerisch jedoch mehr und mehr in eine Ecke gedrängt, weswegen sie vergangenes Jahr beschließt, ihren eigenen Weg zu gehen.
Sie kommt nach Berlin, um mit den bekannten Produzenten Broke Boys Studiozeit zu teilen. Was aus deren Feder kommt, kann sich durchaus sehen lassen: Mit Songs wie »Ich bin ein Berliner«, »Der Pate«, »Flieg« oder »Scheiß auf eure Party« produzierten sie einige der Breakout-Hits des deutschen Rap-Superstars Ufo361 und formten seine Karriere mit. Darüber hinaus sind die beiden Trap-Pioniere mit namhaften Übersee-Artists verbandelt, arbeiten mit US-Rappern zusammen und haben mit Trap Or Die eine der erfolgreichsten HipHop-Partys in Deutschland ins Leben gerufen.
Gemeinsam mit ihnen und anderen Berliner Produzenten will Gianni nun durchstarten. In der Szene erkennt man ihr Potenzial als elegante Trap Queen schon jetzt: Wer beim letztjährigen splash! Festival war, konnte sich schon von den Live-Qualitäten der 28-Jährigen Powerfrau überzeugen lassen. Ihre Debüt-EP ist bereits auf dem Weg und hat mit »They Say« ein mächtiges Trap-Statement als Vorboten geschickt.
»They Say« erzählt Giannis Geschichte: die einer jungen, mutigen Frau, die mit 18 Jahren ihre kleine Insel in der Karibik verlässt, weil sie trotz ihrer Liebe zu ihrer Welt die andere sehen will – mit ihrer Musik, die sie bereits an viele verschiedene Orte und mit Menschen zusammengebracht hat. Und das trotz der Zweifel der anderen, des gesellschaftlichen Drucks und dem der Menschen in ihrem Umfeld, die konservative Vorstellungen und eine engstirnigere Mentalität haben – außer ihrer Familie, die immer hinter ihr stand.
Jedem, der Gianni persönlich begegnet, wird auffallen, was sie so interessant macht: die Diskrepanz zwischen ihrer herzlichen, warmen Art als Privatperson und ihrer selbstbewussten, energetischen Braggadocio-Attitüde als Künstlerin. Sie trägt diese zwei Welten in sich, beide sind Teil ihrer Persönlichkeit. Gianni Maes Musik und ihr Auftreten haben nicht zuletzt eine feministische Grundmessage. Sie dreht konservative Geschlecherklischees und -rollen um und steht sinnbildlich für weibliches Empowerment. Eine starke Frau, die ihren Weg geht.