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Stefan Bohne
Photo: Joris-Jan Bos

Stefan Bohne

Schauspieler, Sounddesigner und Leiter des Artheater

Stefan Bohne studierte am Reinhard-Seminar Wien Schauspiel und arbeitete an Theatern wie Burgtheater, Theater Bremen, LTT Tübingen und in freien Produktionen. Seit 1997 ist er auch als Theatermusiker, Sounddesigner , u.a. Theater Münster, Artheater, Emanuele Soavi INcompany. 1998 übernahm er gemeinsam mit Bernd Rehse die Leitung des Artheater Köln, und schuf hier einen Club für modernes Theater, Konzerte und elektronische Parties und Events. 2010 Gründungsvorstandsvorsitzender der Klubkomm Köln und später Gründungsvorstand der Livekomm.

Speakerslots at c/o pop Convention 2019:

Friday 03.05

10:30 - 11:30

Welcome to the Pleasuredome - Vergnügen vs. Kultur? Diskussion um die baurechtliche Einordnung von Musikclubs

Mehr Infos
Musikclubs werden seit jeher in der Baunutzungsverordnung als so genannte Vergnügungsstätten eingeordnet. Klar, jeder vergnügt sich auf Konzerten oder Partys. Doch stehen sie somit in einer Reihe mit Spielhallen, Pornokinos sowie Bordelle und müssen in einigen deutschen Kommunen eine Vergnügungssteuer entrichten. Bei der gegenwärtigen Abgabenlast, die ein Musikclub entrichtet, kommen einige da schnell finanziell ins schwanken. Um Nachwuchskünstlern eine Bühne zu bieten muss ein Club sich mit Tanzveranstaltungen ”querfinanzieren”, den Subventionen erhalten die Wenigsten.

Ausgenommen von dieser Steuer sind jedoch Theater, Opern und gemeinnützige Kulturbetriebe. Nun stellt sich die Frage warum, denn auch dort vergnügen sich die Menschen. Oder anders gefragt, warum müssen Musikclubs, die monatlich ein kulturelles Programm konzipieren, zahlen, auch wenn der Intentant hier Booker heißt?
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