GNOD

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24. April,
16:45–17:30

Concert @
Bumann und Sohn

Seit ihren Anfängen ist die musikalische Entwicklung von Gnod von ständiger Fluktuation geprägt, die aus dem unaufhörlichen Bedürfnis resultiert, neue Klangwelten zu entdecken. Angefangen als schamanisches Drone-Ensemble, das zeitweise bis zu 15 Mitglieder auf die Bühne brachte, haben diese frühen Rituale die Kernideale geprägt, die die Gruppe in den Jahren ihrer Aktivität definiert haben: Gemeinschaft und Trance-induzierende Wiederholungen. In ihrer Diskografie, die Dutzende von CD-Rs, Kassetten und Vinyls für Labels wie Rocket Recordings, Trensmat, Krokodilo (Blackest Ever Black) und ihr eigenes Tesla Tapes-Imprint umfasst, hat das rastlose und doch organische Bedürfnis, ihre Musik in neue Gefilde zu mutieren, Kritiker dazu gebracht, nach vergleichbaren Prüfsteinen zu kramen. So weitreichende Acts wie Hawkwind, Popul Vuh, Pan Sonic, Sunburned Hand of the Man und Pharaoh Sanders wurden herangezogen, um ihr Schaffen zu beschreiben, das historisch gesehen nie ein Genre nachgeahmt hat, sondern mit jeder Platte seinen eigenen, einzigartigen Platz in der wirklich unabhängigen Musik einnahm. Es ist genau die gleiche Hingabe an die Live-Arena, die Gnod zu einer der meist gefeierten Live-Bands in Großbritannien gemacht hat und ihnen mehrere Touren und Festivalauftritte in ganz Europa sicherte. In diesen Zeiten, in denen Reunions mit dem Geld der glorreichen Tage bezahlt werden und Bands einfach ihr aufgenommenes Material live perfekt aufwärmen, sind Gnod eine starke und willkommene Anomalie. Die aktuelle Live-Inkarnation der Band, die bereits auf das gerade erst veröffentlichte und von allen Seiten gefeierte Epos "Infinity Machines" zurückblicken kann, zeichnet sich durch eine erdrückende, katastrophale neue Protestmusik aus, die mit ihrer Ernsthaftigkeit zu den Waffen ruft und Camerons Austeritäts-Britannien eine bedeutungsvolle Trotzreaktion entgegensetzt. Gnod haben ihren Namensvetter mit einer neuen, euphorischen und nihilistischen Schärfe aufgeladen. Es ist ein Song, der das spirituelle Zentrum der Gruppe verdeutlicht, eine Gemeinschaft, die ihr Publikum einschließt und respektiert, sich aber niemals dessen Erwartungen beugt. Stattdessen bieten Gnod ein Tor zu einem akustischen schwarzen Loch und mit fester Führung die Chance, mit Kopf und Körper in einen kraftvollen neuen psychedelischen Mahlstrom voller Möglichkeiten einzutauchen.

Das Konzert von GNOD findet im Rahmen des Förderprojekts „c/o pop 2022 musichubgermany " statt und wird durch die Initiative Musik gemeinnützige Projektgesellschaft GmbH mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

GNOD - Bodies For Money (Track)